02.08.2019      Vermischtes   

TÜV Rheinland: Mangelhafte Holzpellets können Heizungen beschädigen / Holzpellets nur von bekannten Quellen kaufen / Sicheres Heizen mit zertifizierter Ware / Trocken lagern, gemeinsam bestellen

Von TÜV Rheinland AG
Köln (ots) - Geringe Betriebskosten und eine gute Klimabilanz: In
Deutschland gehen immer mehr Holzpellet-Heizungen in Betrieb. Für den
reibungslosen Betrieb der Heizanlagen ist die Qualität der
Holzpellets entscheidend. Entsprechen die Pellets nicht der
internationalen Norm ISO 17225-2:2014-09, besteht die Gefahr, dass
die Heizleistung sinkt und im schlimmsten Fall die Heizung Schäden
davonträgt. "Verbraucher sollten ihre Pellets keinesfalls aus
anonymen Quellen kaufen. Gerade bei Online-Schnäppchen unbekannter
Herkunft besteht die Gefahr, dass die Ware die Heizung schädigt und
dann nicht mehr reklamiert werden kann", sagt Fanny Saß, Expertin für
die Zertifizierung von Holzpellets bei DIN CERTCO, einem
Tochterunternehmen von TÜV Rheinland. Der Name des Herstellers und
das Produktionsjahr sollten in jedem Fall bekannt sein. Ist das
Produkt zusätzlich nach DINplus oder ENplus zertifiziert, richten die
Pellets keine Schäden in der Heizung an.

Staubentwicklung beim Befüllen vermeiden

Holzpellets dürfen nur aus unbehandelten Holzresten wie
Hackschnitzeln und Säge- oder Hobelspänen gepresst werden. Lediglich
die Zugabe von maximal zwei Prozent Stärke oder Melasse als
Presshilfsmittel sind zugelassen. "Bei der Zertifizierung der Ware
prüfen wir, ob zum Beispiel Schadstoffe wie Blei oder Quecksilber
enthalten sind und wie hoch der sogenannte Feinanteil ist", erklärt
die Expertin. "Ein zu hoher Feinanteil trägt zu einer stärkeren
Verrußung des Ofens bei, wovon auch die Sichtscheibe betroffen sein
kann." Für den reibungslosen Betrieb der Heizung ist außerdem die
richtige Größe der Pellets von Bedeutung: Eine Länge von vier
Millimetern ist das optimale Maß, damit die Pellets die
Förderschnecken in den Öfen problemlos passieren.

Feuchtigkeit macht Pellets unbrauchbar

Auch die Verbraucher haben einen wichtigen Anteil am reibungslosen
Betrieb ihrer Holzpellet-Heizung, beispielsweise hinsichtlich der
richtigen Pellet-Lagerung. "Es ist wichtig, Feuchtigkeit komplett
auszuschließen", sagt Saß. Selbst bei kurzfristiger Befeuchtung
quellen die Pellets auf und sind sofort unbrauchbar. Auch die Größe
des Lagers kann von Bedeutung sein. Da die Lieferkosten relativ hoch
sind, empfehlen sich größere Bestellungen, um Kosten zu sparen.
Alternativ kann es sich rechnen, beispielsweise mit den Nachbarn
gemeinsame Bestellungen aufzugeben.



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