30.09.2020      Immobilienmarkt   

Starker Mietanstieg im Saarland / SR und Correctiv starten Bürgerrecherche "Wem gehört das Saarland?"- erstmals für ein ganzes Bundesland

Von SR Saarländischer Rundfunk
Saarbrücken (ots) - In den saarländischen Kreisstädten sind die Netto-Kaltmieten seit 2012 um gut 25 Prozent gestiegen.

Besonders stark war der Mietanstieg in Merzig mit rund 34 Prozent und in Saarlouis mit rund 29 Prozent. Der SR hat für das Projekt "Wem gehört das Saarland" Daten des Bundesinstituts für Stadtforschung (BBSR) ausgewertet. Demnach sind die Kaltmieten in der Landeshauptstadt Saarbrücken um gut 23 Prozent gestiegen. Der geringste Anstieg wurde in St. Wendel mit gut 18 Prozent verzeichnet.

Saarlouis und Merzig sind mittlerweile die beiden "teuersten" Städte im Saarland sind. Laut BBSR kostete der Quadratmeter 2019 in Saarlouis bei Neuvermietungen im Schnitt 7,55 Euro und in Merzig 7,41 Euro. Dahinter folgt die Landeshauptstadt Saarbrücken (7,22 Euro/qm). Neunkirchen war 2019 die günstigste Kreisstadt im Saarland (6 Euro/qm).

Mit diesen Werten liegt das Saarland laut BBSR zwar noch unter dem Bundesschnitt von 8,76 Euro pro Quadratmeter. Zahlen des Statistischen Landesamts zeigen aber, dass die Mietbelastung im gesamten Saarland von 2010 bis 2018 deutlich gestiegen ist - im Schnitt um 15 Prozent. Das heißt, die Saarländerinnen und Saarländer müssen einen immer größeren Teil ihres Nettoeinkommens für die Kaltmiete bezahlen.

Diese Erkenntnisse sind einer der Gründe für die Bürgerrecherche "Wem gehört das Saarland?" des Saarländischen Rundfunks und des gemeinnützigen Recherchezentrum Correctiv.

Hintergründe zur Bürgerrecherche "Wem gehört das Saarland?"

Familien oder Alleinerziehende mit Kindern finden in Saarbrücken kaum eine bezahlbare Wohnung, so der Mieterbund Saar. Viele Kommunen können jungen Familien keine Baugrundstücke mehr anbieten. Das sind nur einige Beispiele, die zeigen, dass auch im Saarland auf dem Wohnungsmarkt Bewegung herrscht - und nicht nur in den Metropolen Frankfurt, München oder Berlin.

Mieter und Eigentümer im ganzen Saarland können ab heute bei einer Befragung mitmachen. Über www.sr.de/wemgehört (http://www.sr.de/wemgeh%C3%B6rt) können die Saarländerinnen und Saarländer bis zum 28. Oktober Informationen zu ihrer Wohnsituation mitteilen. Ziel der Bürgerrecherche ist es festzustellen, wie es auf dem Wohnungsmarkt im Saarland aussieht. Journalisten des SR-Rechercheteams und von Correctiv recherchieren die Hintergründe mit den Angaben, die uns die SaarländerInnen machen. Welche Rolle spielen institutionelle Anleger, ausländische Investoren oder Gesellschaften?

SR und Correctiv gehen dabei auch auf die hohe Eigentümerquote im Saarland ein. Erstmals im Rahmen der Recherche-Serie werden auch Eigenheim-Besitzer aufgerufen, an der Bürgerrecherche teilzunehmen. Von ihnen wollen wir wissen, welche Probleme sie auf dem Immobilienmarkt haben, zum Beispiel beim Kauf oder der Grundstückssuche.

Pressekontakt:

Volker Roth
0681-602-3030/1008
mailto:vroth@sr.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/34548/4720675
OTS: SR Saarländischer Rundfunk

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