04.03.2020      Firmenportraits   

LBS Südwest vermittelt mehr als 10 Mrd. Euro Bausparneugeschäft / Finanzierungen und Modernisierungen im Fokus / 3,4 Milliarden Euro für den Wohnungsbau / LBS begrüßt verbesserte Sparförderung ab 2021 (FOTO)

Von LBS Südwest
Foto:  obs/LBS Südwest/Tom Kohler
Stefan Siebert, Vorstandsvorsitzender der LBS Südwest / Finanzierungen und Modernisierungen im Fokus / 3,4 Milliarden Euro für den Wohnungsbau / LBS begrüßt verbesserte Sparförderung ab 2021. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/125992 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/LBS Südwest/Tom Kohler"
Foto: obs/LBS Südwest/Tom Kohler
Stefan Siebert, Vorstandsvorsitzender der LBS Südwest / Finanzierungen und Modernisierungen im Fokus / 3,4 Milliarden Euro für den Wohnungsbau / LBS begrüßt verbesserte Sparförderung ab 2021. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/125992 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/LBS Südwest/Tom Kohler"
Stuttgart (ots) - Die LBS Landesbausparkasse Südwest konnte ihr
Bausparneugeschäft im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent auf 10,46 Mrd. Euro
ausbauen. Mit diesem Spitzenwert übertrifft die größte der Landesbausparkassen
zum zweiten Mal in Folge die 10-Milliarden-Euro-Marke. Auch die
durchschnittliche Bausparsumme pro neu abgeschlossenem Vertrag war mit rund
66.000 Euro so hoch wie nie. Die Anzahl der neuen Verträge ist mit knapp 160.000
um 7 Prozent zurückgegangen.

Stefan Siebert, Vorsitzender des Vorstands, ist zufrieden: "Mit dem
Rekordergebnis hat die LBS Südwest ihre Marktstellung im Geschäftsgebiet
Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gefestigt. Der Marktanteil nach
Netto-Bausparsumme beträgt über 40 Prozent." Knapp die Hälfte des
Bausparvolumens (4,56 Mrd. Euro) wurde von den Sparkassen/der BW-Bank
vermittelt, ein Viertel vom LBS-Außendienst und ein Viertel entfällt auf das
sogenannte Gemeinschaftsgeschäft, bei dem LBS und Sparkassen gemeinsam tätig
sind.

Überdurchschnittlich hat sich das Neugeschäft mit einem Plus von 7,3 Prozent in
Rheinland-Pfalz entwickelt. "Das sind bereits die Wirkungen der engeren
Zusammenarbeit zwischen Sparkassen und LBS-Außendienst. Mittlerweile sind alle
Sparkassen in Rheinland-Pfalz auf das nach der Fusion vereinbarte neue
Kooperationsmodell umgestellt," so Stefan Siebert.

Der Bausparvertrag bleibt auch in Niedrigzinszeiten das Fundament in der
Immobilienfinanzierung privater Haushalte. Das zeigt sich nicht nur in der Höhe,
sondern auch in der Struktur des Neugeschäftes. Über 90 Prozent des
Bausparvolumens wird in Tarifen abgeschlossen, die konkret auf die Finanzierung
oder Modernisierung der eigenen vier Wände ausgerichtet sind.

Seit Juli 2019 hat die LBS zwei neue Bauspartarife mit nochmals gesenkten
Darlehenszinsen im Programm. In der Variante "Niedrigzins" können sich Bausparer
günstige 1,0 Prozent Darlehenszinsen langfristig sichern. Die neuen Tarife
machen seit Einführung einen erheblichen Anteil des Neugeschäftsvolumens aus.
Unsere Produkte werden laufend marktgerecht optimiert.

Energetische Sanierung gewinnt an Bedeutung

Knapp ein Viertel der deutschen CO2-Emissionen entfällt auf den
Wohngebäudebestand. Er ist einer der wichtigsten Ansatzpunkte für wesentliche
Verbesserungen beim Klimaschutz. Insbesondere ältere Immobilien fallen hier ins
Gewicht, schließlich wurden rund 60 Prozent aller Wohngebäude in Deutschland vor
dem Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung 1977 gebaut. Drei Viertel
aller Immobilien die gekauft werden, sind Bestandsobjekte. Der Erwerb zieht in
der Regel mehr oder weniger umfangreiche Modernisierungs- und
Sanierungsmaßnahmen nach sich. Dabei steht häufig ein moderner Wohnkomfort im
Vordergrund, oft sind damit aber auch Verbesserungen im Energieverbrauch der
Objekte verbunden. "Unser Eindruck ist, dass die Umwelt- und Klimawirkung der
eigenen Immobilie für unsere Kunden immer mehr an Bedeutung gewinnt," sagt
Stefan Siebert.

Modernisierungskredite gefragt

Eine durchschnittliche Modernisierungs- oder Sanierungsfinanzierung beläuft sich
bei der LBS Südwest aktuell auf etwa 32.500 Euro. Für diese Kredite bietet die
LBS spezielle Angebote. Bis zu einer Höhe von 50.000 Euro verzichtet sie bei
ihren Wohnbaukrediten auf die Grundschuldabsicherung. Das spart Kosten und vor
allem Zeit, weil der Notartermin für den Grundbucheintrag entfällt. So ist eine
schnelle, unbürokratische Bearbeitung möglich, die nicht zuletzt dem Kunden zu
Gute kommt.

Tatsache ist: Klimaschutz kostet Geld. Mit ihrem Geschäftsmodell und ihrem
Produktangebot sieht sich die LBS Südwest als "natürlichen" Partner der
Eigentümer mit Blick auf eine nachhaltige Modernisierung. "Wir bieten nicht nur
günstige und zinssichere Darlehen für kleinere Summen, sondern unterstützen
Modernisierer auch bei der Suche nach den passenden staatlichen Fördermitteln,
beispielsweise von KfW oder BAFA", so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende
Uwe Wöhlert.

Hohe Nachfrage nach Finanzierungen

Ob neu oder gebraucht - wer seine Wunschimmobilie gefunden hat, greift
schnellstmöglich zu. "Viele unserer neuen Bausparverträge werden im Rahmen einer
Sofortfinanzierung abgeschlossen. Damit können unsere Kunden ihr Vorhaben direkt
umsetzen - und dabei auf langfristige Finanzierungen mit festen Zinsen bis zu
fast 30 Jahren vertrauen. Entsprechend sind die Auszahlungen im außerkollektiven
Kreditgeschäft um 9,5 Prozent auf 1,50 Mrd. Euro gestiegen", erläutert Wöhlert.

Insgesamt stellte die LBS ihren Kunden im vergangenen Jahr für Modernisierungen
Kredite in Höhe von 431 Mio. Euro zur Verfügung. Das entspricht, gemessen an der
Summe, einem Anteil von knapp 28 Prozent am gesamten Kreditgeschäft. Gemessen an
der Zahl der Fälle beträgt der Anteil sogar nahezu 60 Prozent. In Summe zahlte
die LBS Südwest ihren Kunden im vergangenen Jahr 1,56 Mrd. Euro an Krediten aus
(+8,6 %). Inklusive ausgezahlter Sparguthaben und durch Bauspardarlehen
abgelöster Kredite stellte die LBS fast 3,4 Mrd. Euro für Investitionen in den
Wohnungsbau zur Verfügung. Der Darlehensbestand erreichte mit 10,31 Mrd. Euro
(+5,5 %) 2019 einen neuen Höchstwert. Er stieg damit etwas schneller als der
Bestand der Spareinlagen, der um 5,1 Prozent auf 17,84 Mrd. Euro anwuchs.

Eigenkapital für Immobilienerwerb wichtiger denn je

In dem positiven Kreditgeschäft spiegelt sich die auch 2019 ungebrochene Dynamik
des Immobilienmarktes mit ihren teils erheblichen Preissteigerungen wider.
Gerade im wirtschaftlich starken Südwesten treffen ein zu geringes Angebot an
Wohnungen und Häusern und der große Wunsch der Menschen nach Wohneigentum
aufeinander.

Diese Entwicklung bringt immer spürbarer auch unerwünschte Begleitumstände mit
sich. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass zunehmend nicht mehr die monatliche
Tilgung den Engpassfaktor einer Finanzierung bildet, sondern das notwendige
Eigenkapital. Mit steigenden Preisen für Wohnimmobilien und Bauland steigt auch
die Höhe des erforderlichen Eigenkapitals - und das in den vergangenen Jahren
viel schneller als die Einkommen. Hinzu kommt, dass in Zeiten von Null- und
Negativzinsen auch vom Sparen keine Impulse für die Vermögensbildung und damit
für den Aufbau von Eigenkapital ausgehen.

Wirksame Anreize zum Sparen notwendig

Umso wichtiger ist es, dass die Politik insbesondere jüngere Menschen und
Familien mit wirksamen Förderinstrumenten dabei unterstützt, Wohneigentum zu
erwerben und für die eigene Zukunft vorzusorgen. Dazu gehört die seit über zehn
Jahren bewährte Wohn-Riester-Förderung genauso wie das Baukindergeld. Richten
sich diese beiden Fördermaßnahmen direkt an Immobilienfinanzierer, so zielt die
Wohnungsbauprämie (WoP) auf einen frühzeitigen und regelmäßigen Sparprozess zum
Eigenkapitalaufbau ab.

"Die LBS begrüßt die ab 2021 in Kraft tretenden Verbesserungen der
Förderbedingungen ausdrücklich. Die WoP erreicht damit wieder deutlich mehr
Menschen und das ist wichtig," so Stefan Siebert. Im Geschäftsgebiet der LBS
Südwest, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, wird dann mehr als die Hälfte
der Bevölkerung ab 16 Jahren prämienberechtigt sein (56 %). Aktuell ist es knapp
ein Drittel (32 %). "Die Signalwirkung der Wohnungsbauprämie ist mit Blick auf
eine frühzeitige und kontinuierliche Vermögens- und Eigenkapitalbildung gerade
bei jungen Menschen ausgesprochen hoch", ist der Vorstandsvorsitzende überzeugt.

Herausforderungen annehmen und Qualität sichern

Was das Produkt und den Markt betrifft, ist die LBS Südwest gut aufgestellt.
Gleichzeitig bleiben die Rahmenbedingungen aber schwierig. Der Kurs der
europäischen Geldpolitik bleibt die Herausforderung schlechthin. Das belastet
die LBS Südwest - wie die gesamte Finanzbranche - insbesondere durch abnehmende
Zinserträge. "Die betriebswirtschaftlichen Folgen federn wir durch eine Vielzahl
von Maßnahmen ab. Dazu zählen Einsparungen beim Verwaltungs- und Personalaufwand
ebenso wie neue Produktangebote. Nur so ist es möglich, das Betriebsergebnis
2019 mit 20 Millionen Euro auf Vorjahresniveau zu halten", erläutert
Finanzvorstand Norbert Lohöfer.

Ende 2019 beschäftigte die LBS Südwest 773 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach
MAK (d. h. umgerechnet auf Vollzeitstellen). Bis zum Jahresende 2022 wird ein
MAK-Stand von 675 angestrebt. "Dieses Ziel wollen wir durch ein entsprechendes
Altersteilzeitprogramm erreichen. Betriebsbedingte Kündigungen kommen für uns
nicht in Frage", betont LBS-Chef Siebert.

Die zunehmende Digitalisierung trägt ebenfalls zu Erleichterungen bei. Hierzu
zählt die Integration in die Internetfiliale der Sparkassen. Die LBS Südwest
versendet jährlich mehr als zwei Millionen Kontoauszüge an ihre Kunden. Seit
diesem Jahr ist erstmals auch der digitale Kontoauszug in das elektronische
Postfach der Sparkassen möglich. Perspektivisch verspricht sich die LBS davon
eine Beschleunigung des Prozesses und erhebliche Reduzierung des
Papierverbrauchs.

Auch für die Baufinanzierung gewinnen digitale Plattformen an Bedeutung. Die LBS
Südwest hat sich deshalb gemeinsam mit ihren Schwestergesellschaften an der
Vertriebsgesellschaft Forum Direktfinanz für die Sparkassen-Finanzgruppe
beteiligt.

"Wichtig ist und bleibt, bei allen Sparanstrengungen, die Kompetenz der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Qualität des Produkt- und
Beratungsangebotes für die Kunden sicherzustellen und weiterzuentwickeln", so
Norbert Lohöfer. Deshalb setzt die LBS Südwest auf eine qualifizierte Ausbildung
im eigenen Haus und bildet an allen drei Standorten jungen Nachwuchs aus.
Aktuell absolvieren 95 junge Frauen und Männer eine Ausbildung bei der LBS: 55
in Stuttgart, 19 in Karlsruhe und 21 in Mainz.

Ausblick

Trotz teils schwieriger Rahmenbedingungen blickt der Vorstandsvorsitzende Stefan
Siebert zuversichtlich nach vorn. Der Preisanstieg für Wohnimmobilien hat sich
im vergangenen Jahr zwar leicht abgeschwächt, die Nachfrage ist aber nach wie
vor sehr hoch. Die Abschaffung der Zinsen, mangelnde Anlagealternativen und eine
immer größer werdende Unsicherheit, ob der "Normalsparer" mit der Einführung von
Minuszinsen für sein Erspartes rechnen muss, machen die eigenen vier Wände für
viele Menschen zu einer beliebten Konstanten in ihrer Lebensplanung. "Der Weg
ins Eigenheim führt auch in Zukunft über das Bausparen. Den Dreiklang aus
günstigen Konditionen, langfristiger Zinssicherung und kostenfreien
Sondertilgungsmöglichkeiten in Kombination mit staatlicher Förderung kann kein
anderes Produkt bieten", so Siebert.

Pressekontakt:

Kathrin Hartwig
LBS Landesbausparkasse Südwest
Telefon: 0711 183-2377
E-Mail: Kathrin.Hartwig@LBS-SW.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/125992/4537549
OTS: LBS Südwest

Original-Content von: LBS Südwest, übermittelt durch news aktuell
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