17.09.2019      Finanzen   

Zwei von drei Deutschen sehen Immobilie als beste Altersvorsorge / Mieter haben im Alter doppelt so hohe Wohnkosten

Von LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin - Hannover
Hannover (ots) - Ein eigenes Zuhause ist die beste Möglichkeit, um
für das Alter vorzusorgen: Davon sind laut einer aktuellen Umfrage
von Kantar TNS zwei Drittel der Deutschen überzeugt. Das Wohnen zur
Miete hält nur knapp jeder Fünfte gegenüber einer eigenen Immobilie
für finanziell vorteilhafter.

Diese Ergebnisse stammen aus dem Trendindikator 2019, einer
Untersuchung von Kantar TNS unter anderem im Auftrag der
Landesbausparkassen (LBS). Befragt wurden 2.000 Personen im Alter ab
14 Jahren.

Die Immobilie als Altersvorsorge ist bei den Befragten weitaus
beliebter als etwa die private Renten- oder Lebensversicherung, die
lediglich auf eine Zustimmung von knapp 30 Prozent kommt.

Zudem zeigt die Umfrage, dass die Mehrheit der Deutschen eine
zusätzliche Altersvorsorge für erforderlich hält. Das gilt vor allem
für die jüngere Generation: Drei Viertel der unter 30-Jährigen
glauben, dass eigene Anstrengungen erforderlich seien, um den
Lebensstandard im Ruhestand halten zu können.

Allerdings klaffen hier Anspruch und Wirklichkeit deutlich
auseinander: Zwei Drittel der jungen Bevölkerung haben ihre private
Altersvorsorge noch nicht geregelt.

"Hier bietet Wohneigentum gerade für jungen Menschen eine nahezu
ideale Vorsorgestrategie. Denn wer in den eigenen vier Wänden lebt,
genießt seine Altersvorsorge quasi sofort und leidet später nicht
unter einer wesentlichen Einkommensbelastung im Alter - der Miete",
erklärt Dr. Rüdiger Kamp, Vorstandsvorsitzender der LBS Nord.

Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für
Wirtschaftsforschung (DIW) zur Wohnkostenbelastung der über
65-Jährigen bestätigt diese Einschätzung. So verwendeten ältere
Mieterhaushalte im Jahr 2016 im Schnitt rund 34 Prozent ihres
Haushaltsnettoeinkommens für die Wohnkosten. Eigentümer mussten
hingegen nur 15 Prozent aufwenden. Zudem ist seit 1996 die
Wohnkostenbelastung bei Mietern mit plus 7 Prozentpunkten deutlich
stärker als bei Eigentümern gestiegen (plus 4 Prozentpunkte).

"Mit Blick auf die Altersvorsorge ist die Politik gefordert, die
Bildung von Wohneigentum zu erleichtern. Vor allem die Anhebung der
Wohnungsbauprämie würde ein deutliches Signal geben, dass es sich
lohnt, möglichst früh mit dem Sparen für eine eigene Immobilie zu
beginnen", betont Dr. Kamp.



Pressekontakt:
LBS Nord
Stv. Pressesprecherin
Anja Knigge
Tel. 0511 / 926-6014
E-Mail: anja.knigge@lbs-nord.de

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