12.09.2019      Finanzen   

Baufinanzierung: Umschulden leicht gemacht / BGH-Urteil rückt Umschuldung in den Fokus / enormes Sparpotenzial beim Anschlusskredit / Umschulden oft leichter als gedacht

Von Interhyp AG
München (ots) - Das aktuelle Urteil des Bundesgerichtshofs, wonach
ein Bearbeitungsentgelt der Bank bei einer Darlehensablösung
unzulässig ist (Aktenzeichen XI ZR 7/19), rückt die Umschuldung von
Immobilienkrediten in den Fokus. Interhyp, Deutschlands größter
Vermittler für private Baufinanzierungen, weist in diesem
Zusammenhang auf das enorme Sparpotenzial bei einer Umschuldung oder
Darlehensverlängerung zu neuen Konditionen hin. "Im Vergleich zum
früheren Kredit zahlen Kunden bei einer Anschlussfinanzierung derzeit
oft nur ein Viertel oder ein Fünftel der Zinskosten", sagt Mirjam
Mohr, Interhyp-Vorständin für das Privatkundengeschäft. Die Bauzinsen
liegen heute für zehnjährige Darlehen oft nur zwischen 0,5 und 1
Prozent, zum Teil sogar unter 0,5 Prozent. Vor neun oder zehn Jahren
lagen sie meist zwischen 3 und 4 Prozent. Interhyp zeigt, was
Eigenheimbesitzer mit bestehenden Krediten wissen sollten, und gibt
Tipps, wie sie die Sparchancen am besten nutzen.

Die Zinsen für einen Immobilienkredit werden meist für die Dauer
von 10, oft auch von 15 oder 20 Jahren abgeschlossen. Am Ende der
Zinsbindung steht eine Darlehensverlängerung oder Umschuldung an. Bei
der Umschuldung fallen Notar- und Grundbuchkosten für die
Grundschuldabtretung an, das heißt für die Umschreibung der im
Grundbuch eingetragenen Grundschuld von der einen auf die andere
Bank. Einige Kreditgeber haben zusätzlich ein Bearbeitungsentgelt für
einen Treuhandauftrag zur Abtretung verlangt, was durch das
BGH-Urteil jetzt für unzulässig erklärt wurde. Die Kosten für die
Grundschuldabtretung und den zusätzlichen Gebühren zusammen haben
wenige Hundert Euro betragen - und werden nun künftig noch etwas
niedriger ausfallen. Das ist im Vergleich zu den Sparchancen gering,
wie Mirjam Mohr anhand eines Beispiels zeigt. "Hat ein
Darlehensnehmer vor zehn Jahren einen Kredit über 200.000 Euro für
Zinsen über 3,5 Prozent abgeschlossen, kann er nun zu Zinskosten von
0,8 Prozent weiter finanzieren. So kann er im Vergleich zum früheren
Kredit über zehn Jahre sogar bis zu rund 20.000 Euro einsparen." Auch
im Vergleich zwischen dem Verlängerungsangebot der Bank und den
Marktangeboten sind Unterschiede von einigen Zehntelprozentpunkten
möglich. Schon bei einer Differenz von nur 0,2 Prozentpunkten liegt
die Sparchance über zehn Jahre bei über 1.000 Euro.

Daher rät die Expertin Eigenheimbesitzern mit bestehenden
Krediten, ihre Zinsbindungsfristen zu prüfen. "Endet die Zinsbindung
in einem halben oder ganzen Jahr, sollten Kreditnehmer nicht erst auf
das Verlängerungsangebot der Bank warten, sondern jetzt schon den
Markt sondieren", so Mohr. So lasse sich in aller Ruhe ein gutes
Angebot für die Anschlussfinanzierung sichern. Vor allem, wenn die
Zinsbindungsfrist in etwa ein bis zwei Jahren ausläuft, könnten
sogenannte Forward-Darlehen interessant sein, denn damit lassen sich
die heutigen Konditionen für die Zukunft festschreiben.

Zudem weist Expertin Mohr auf eine Sparchance hin, von der viele
Darlehensnehmer nichts wissen: Laut dem Bürgerlichen Gesetzbuch (§
489 BGB) können sie auch bei längeren Zinsbindungen schon zehn Jahre
nach Vollauszahlung des Darlehens mit einer Frist von sechs Monaten
jederzeit kündigen - und das Darlehen zum Beispiel zu besseren
Konditionen weiterführen oder umschulden. "Wir raten in diesem Fall,
die Umschuldungsoption zu prüfen und gleichzeitig auch ein
verbessertes Angebot der bestehenden Bank einzuholen."

Viele befürchten, dass eine Umschuldung kompliziert sei. "Die
Erfahrungen unserer Kunden zeigen, dass die Umschuldung sich oft als
leichter herausstellt als zuvor gedacht, da die Kreditgeber viele
Dinge abnehmen", so Mirjam Mohr. Auch eine frühere repräsentative
Umfrage von Interhyp im Rahmen der Studie "Anschlussfinanzierung in
Deutschland" hat ergeben, dass der finanzielle und zeitliche Aufwand
bei der Umschuldung oft überschätzt wird. "Jetzt ist der ohnehin
geringe finanzielle Aufwand bei der Umschuldung noch niedriger
geworden", sagt Mirjam Mohr. "Das ist erfreulich für den Kunden."

Informationen zur Zinsentwicklung bei den Bauzinsen hat Interhyp
unter www.interhyp.de/zins-charts zusammengestellt.

Über Interhyp

Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private
Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich
direkt an den Endkunden richtet, und Prohyp, die sich an
Einzelvermittler und institutionelle Partner wendet, hat das
Unternehmen 2018 ein Baufinanzierungsvolumen von 22 Milliarden Euro
erfolgreich bei seinen mehr als 400 Bankpartnern platziert. Dabei
verbindet die Interhyp Gruppe die Leistungsfähigkeit der
eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform eHyp mit
kundenorientierten Digitalangeboten und der vielfach ausgezeichneten
Kompetenz ihrer Finanzierungsspezialisten. Die Interhyp Gruppe
beschäftigt etwa 1.600 Mitarbeiter und ist an über 100 Standorten
persönlich vor Ort für ihre Kunden und Partner präsent.



Pressekontakt:
Britta Barlage
Pressesprecherin B2C
Interhyp AG | Domagkstraße 34 80807 München
Telefon: +49 (89) 20307 1325
E-Mail: britta.barlage@interhyp.de
www.interhyp.de

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