30.10.2019      Energie und Umwelt   

Kein Stillstand: Biogas-Optimierung in der Praxis - Eberhard Hollmann nutzt seine Flexibilität optimal mit individuellem Fahrplan von der e2m (FOTO)

Von Energy2market GmbH
Foto:  obs/Energy2market GmbH/Florian Hollmann
"Es gibt immer etwas, das sich noch optimieren lässt", sagt Eberhard Hollmann. Nach den Rahmenbedingungen seiner Anlage erstellt die e2m für ihn einen optimierten Fahrplan, der die Laufzeiten mit den besten Börsenpreisen verschneidet. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/104174 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Energy2market GmbH/Florian Hollmann"
Foto: obs/Energy2market GmbH/Florian Hollmann
"Es gibt immer etwas, das sich noch optimieren lässt", sagt Eberhard Hollmann. Nach den Rahmenbedingungen seiner Anlage erstellt die e2m für ihn einen optimierten Fahrplan, der die Laufzeiten mit den besten Börsenpreisen verschneidet. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/104174 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Energy2market GmbH/Florian Hollmann"
Leipzig (ots) -

Die Biogas-Branche ist deutlich im Umbruch: Zwar verharrte der Neubau von
Biogasanlagen zuletzt auf einem niedrigen Niveau, doch verdeutlicht der Anstieg
der installierten elektrischen Leistung, dass sich die Branche auf den
zukünftigen Strommarkt einstellt und in Anlagenerneuerung und Flexibilisierung
investiert*. Die Energy2market (e2m) ist überzeugt: Betreiber sollten auch nach
der Flexibilisierung nicht auf halber Strecke stehen bleiben. Ihren Wert für die
Energiewende beweisen Anlagen, wenn sie ihr Potenzial mit zusätzlicher
Fahrplanoptimierung in alle Richtungen ausschöpfen.

Biogas als Allrounder der Energiewende

"Dieses Umdenken erfordert Mut und lohnt sich für den Betreiber, uns und die
Energiewende", sagt Klaus Anduschus, Leiter des Vertriebs Landwirtschaft bei der
e2m. Besonders in seiner netz- und systemdienlichen Form wird Biogas weiter eine
zentrale Rolle im Energiemix in Deutschland spielen. Um dieser Rolle gerecht
werden zu können, müssen Biogasanlagen langfristig noch optimaler ihre
Flexibilität einsetzen. Die e2m hat in den vergangenen Jahren über 100
Biogasanlagen bei der Optimierung begleitet. "Das ist ein ständiger Prozess, der
nicht nur zur Wirtschaftlichkeit der Anlage beiträgt, sondern auch im größeren
Kontext Nachhaltigkeit fördert."

Stillstehen gilt nicht: Optimierung ist ein ständiger Prozess

Eberhard Hollmann in Ense-Bittingen betreibt eine dieser optimierten Anlagen von
den insgesamt 700 flexibilisierten Anlagen im e2m-Bestand. Seine Biogasanlage,
die er 2007 in Betrieb nahm, ist flexibel und gut integriert in den Betrieb. Als
einer der ersten stellte Hollmann 2014 seine Nawaro-Anlage auf eine
bedarfsorientierte Stromproduktion um und musste als Flexibilisierer der ersten
Stunde die neue Betriebsweise den Behörden für die Genehmigung noch erklären:
nicht mehr Gas, sondern zu besseren Zeiten. Mit diesem Konzept fährt Hollmann
seither gut: Der neue 845er Motor fährt 470 kW im Schnitt und produzierte die
Wärme für den Betrieb, während der neue Gasspeicher Stillstandszeiten
überbrückt.

"Dass es mit der Biogasanlage kein Stehenbleiben gibt, war für mich von Anfang
an klar. Es gibt immer etwas, das sich noch optimieren lässt." So fand Hollmann
mit der e2m erneut Stellschrauben zur Optimierung. Anhand des
Gasspeichervolumens und nach den Rahmenbedingungen der Anlage erstellt die e2m
nun einen optimierten Fahrplan, der die Laufzeiten mit den besten Börsenpreisen
verschneidet. Die e2m ermittelt also, zu welchen Zeiten die Anlage nach ihren
individuellen Bedingungen produzieren kann und welche Stunden davon die
profitabelsten sind. Der Fahrplan wird als Vorschlag in das Kundenportal
eingespeist, wo der Betreiber noch Anpassungen vornehmen kann. Nach diesem
finalen Fahrplan steuert die e2m die BHKW dann automatisch.

Der Betreiber hat das letzte Wort

Flexibilität zu nutzen ist wichtig, aber Teillast-Fahrweisen und zu viele Starts
machen aus betriebswirtschaftlicher Sicht keinen Sinn. Aus der Erfahrung der e2m
ist oftmals die Verschiebung der gesamten Leistung in zwei Volllast-Blöcke an
den Wochentagen mit einer größtmöglichen Reduzierung der Einspeisung am
Wochenende am lohnendsten. Dabei werden diese Blöcke möglichst mit den
4-Stunden-Vermarktungsscheiben der Regelenergievermarktung kombiniert, um auch
in diesem Markt Geld zu verdienen.

Auch bei Hollmann startet so der große Motor nun zweimal am Tag, während der
kleine für Notfälle bereitsteht. Für Hollmann lohnt sich die Arbeitseinsparung
für die Planung und Steuerung der BHKW, und die Erlöse sind auf ein gutes Niveau
gestiegen, auch weil in der Regelenergie inzwischen wieder Geld verdient werden
kann.

"Die Arbeitserleichterung bei der Prognose und Steuerung ist ein gutes Argument
für viele Betreiber. Am wichtigsten für viele ist aber, dass sie selbst
weiterhin die Kontrolle über die Anlage behalten. Bei uns ist der Fahrplan ein
bestmöglicher Vorschlag, der jederzeit noch durch den Betreiber angepasst werden
kann", sagt Klaus Anduschus.

* Fachverband Biogas, Meldung vom 11. Juli 2019



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Michael R. Richter I Marketing & Kommunikation
Tel.: +49 341 230 28-238 I michael.richter@e2m.energy I
www.e2m.energy

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