26.09.2019      Vermischtes   

Frankfurt ist Deutschlands Green Building-Hauptstadt - mehr Bestandsgebäude als Neubauten zertifiziert

Von BNP Paribas Real Estate
Frankfurt/Main (ots) - Frankfurt ist mit Abstand die Green
Building-Hauptstadt Deutschlands. Rund 260 zertifizierte und zur
Zertifizierung angemeldete Gebäude stehen in der Mainmetropole. Platz
2 belegt München (188 Objekte) vor Hamburg (187) und Berlin (182).
Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

Fast die Hälfte (116) der zertifizierten Gebäude befindet sich in
den Frankfurter Citylagen. Im Ranking der einzelnen Büromarktzonen
hat die Lage Innenstadt mit 41 Gebäuden die Nase vorn. Es folgen auf
Platz 2 das Bankenviertel (35 Objekte) und überraschend auf Rang 3
der Frankfurter Flughafen (23 Gebäude). "Hierzu tragen Gateway
Gardens, das auch als Quartier insgesamt zertifiziert wurde, das
geringe Alter vieler Gebäude im Flughafenumfeld sowie die Struktur
der Nutzer aus zahlreichen internationalen Unternehmen bei", betont
Hermann Horster, Head of Sustainability der BNP Paribas Real Estate
GmbH. 54 Prozent der Green Buildings liegen außerhalb der Frankfurter
City.

"Interessant ist, dass die Mehrheit der zertifizierten Gebäude in
der Frankfurter City als Bestandsgebäude ausgezeichnet wurden", so
Horster. 67 Bestandsgebäuden stehen 49 Neubauten gegenüber. Der Grund
dafür: "Seit rund 10 Jahren erklären immer mehr international
agierende Unternehmen wie Banken und Dienstleister, dass sie entweder
ausschließlich oder zumindest bevorzugt 'grüne' Objekte anmieten.
Dementsprechend zertifizieren immer mehr Projektentwickler,
Investoren und Asset Manager ihre Gebäude, um diese bonitätsstarken
Unternehmen als Mieter zu gewinnen."

Ein Beispiel für einen nachhaltigen Neubau ist der Omniturm auf
dem sogenannten "Metzler-Areal" (Große Gallusstraße 16-18/Neue
Mainzer Straße 40-42). Das Multi-use-Objekt mit Büro, Wohnen und
öffentlichen Nutzungen bietet insgesamt 55.000 Quadratmeter
Mietfläche auf 33 Etagen. Angestrebt wird eine Zertifizierung nach
LEED Platin (Leadership in Energy and Environmental Design), unter
anderem durch eine intelligente Klimatechnik mit
Hochleistungs-Heiz-und Kühldecken sowie individueller Einzelraum-
beziehungsweise Zonenregelung, manuell zu öffnenden Fensterklappen,
Sonnenschutzverglasung, Regenwassernutzung, intelligenter
Aufzugsteuerung sowie LED-Beleuchtung. Er wird noch in diesem Jahr
fertig gestellt.

Beispielhaft für ein Refurbishment steht der Global Tower. Das
ehemalige Commerzbank-Hochhaus in der Neuen Mainzer Straße 32-36 wird
aktuell grundlegend saniert. Auf 30 Etagen bietet das Bürogebäude
insgesamt 30.000 Quadratmeter Mietfläche. Hier wird eine
Zertifizierung nach DGNB Platin (Deutsche Gesellschaft für
Nachhaltiges Bauen) angestrebt, unter anderem durch die Verwendung
modernster Energiestandards, intelligenter Heiz-Kühl-Decken,
mechanischer Lüftung und zusätzlich manuell zu öffnender Fenster für
ein angenehmes Raumklima, der neuesten technischen Ausstattung sowie
hoher Schallschutz- und Raumakustik-Qualitäten. Das 1974 erbaute
Hochhaus wird voraussichtlich 2020 komplett revitalisiert sein.

Insgesamt wird in Deutschland jeder fünfte Euro in nachhaltige
Gebäude investiert; bei Bürogebäuden ist es sogar jeder vierte Euro.
Damit flossen 2018 über 10 Milliarden Euro (knapp 22 %) des
Investitionsvolumens der gewerblichen Single Deals in Green
Buildings. Neben den ökologischen Aspekten fließen auch ökonomische
und soziale Kriterien in die Zertifizierung mit ein, um das gesamte
Spektrum der Nachhaltigkeit abzubilden.



Pressekontakt:
Chantal Schaum
Head of Public Relations
BNP Paribas Real Estate Holding GmbH
Goetheplatz 4 - 60311 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69-298 99-948
Mobil: +49 (0)174-903 85 77
E-Mail: chantal.schaum@bnpparibas.com

Original-Content von: BNP Paribas Real Estate, übermittelt durch news aktuell
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